Geschichte und Herkunft der Hängematte
Wo entstand die Hängematte?
Die meisten zentralen amerikanischen Länder einschließlich Mexiko, Guatemala, Nicaragua, El-Salvador und Costa-Rica - und südamerikanische Länder wie Brasilien und Equador - haben die Geschichte der Hängematte geprägt. Man nimmt an, dass der Ursprung der Hängematten vor ungefähr 1000 Jahren in Mittelamerika bei den Mayas zu finden ist. Diese beeindruckende hochentwickelte Kultur erstellte den genauesten Kalender (sehr fortgeschriettene Astronomie, Mathematik), architektonische Pyramiden, Paläste, ein eigenes Schreibsystem und die Netzhängematte. Nur wenig konnte von dieser Kultur bis heute erhalten bleiben. Die Netzhängematte wird aber auch heute noch als Alltagsgegenstand in Mittelamerika verwendet. Die Bezeichnung "Hängematte" Die Hängematte hatte in seiner Geschichte eine Doppelfunktion. Sie wurde für die Erholung als auch für die Arbeit eingesetzt.
Das Wort Hängematte (Englisch: hammock, Spanisch: hamaca) stammt von den Taino Indianern und bedeutet "geworfenes Fischernetz". Das Netz wurde für die Fischerei eingesetzt aber auch für den täglichen Gebrauch. Es schütze im Schlaf vor Schlangen und anderen gefährlichen Tieren. 1841 wurde das Wort "hammock" (englisch für Hängematte) im English Dictionary of Sea-Terminology aufgenommen. "Ein Stück Segeltuch, aufgehängt an jedem Ende, in welchem Seeleute schlafen"
Herstellung / Material
Die ersten Hängematten wurden von der Baumrinde des Baums Hamak gesponnen. Die Sisalpflanze (sieht ähnlich Aloe Vera) ersetzte später die Baumrinde als das Material. Sisal war mehr verfügbar und vorallem war Sisal weich. Erst vor ca. 60 Jahren wurde Sisal durch Baumwolle abgelöst. Oft wird Sisal nachgesagt, dass es das bessere Material gegen Stechmücken war, aber dies wurde nie bestätigt. Baumwolle hingegen ist weicher und kratzt nicht, darum ist dies heute das Material erster Wahl. Bei billigen Hängematten wird nun auch Nylon verwendet, dieses Material ist aber oft zu hart und schränkt den Komfort ein. Über Handelsroute zwischen Indien, Zentral- und Südamerika kam die Hängematte auch nach Asien. Über die Jahre wurde so die Hängematte immer weiterentwickelt. Neue Arten von Hängematten enstanden wie zum Beispiel die bekannten brasilianischen Tuchhängematten.
Columbus / Matrosenhängematten
Auf seinen Reisen durch Mittelamerika berichtet der Geistliche Jean de Lery über Hängematten "Immer wenn wir in neue Dörfer kamen, saßen wir, dem Brauch entsprechend in Hängematten". Auch in den Tagebüchern von Columbus und Pero Vaz de Caminha um 1500 wird bereits von Hängematten berichtet. Als Columbus in der neuen Welt ankam, hoffte er Rohstoffe, Gewürze und dergleichen zu finden. Auf den Bahamas fand er die Hängematte und brachte diese nach Europa. Bald erkannten viele europäische Seeleute Hängematte als idealen Schlafplatz an Board. Sie diente als Sicherheit vor Verletzungen im Schlaf auf rauher See, da sie immer mitschwingte. Um 1600 setzte die britische Royal Navy die Hängematte für Ihre Seemänner ein. Die Matrosen verwendeten Segeltücher für Ihre Hängematten. Dieses Material war aber kaum luftdurchlässig und die Matrosen schwitzen in den Nächten. Jedem Matrosen wurden nur Hängematten mit einer maximalen Breite von ca. 15 cm erlaubt! Während Seeschlachten mussten Sie Ihre Hängematten in festen Bündeln zusammengerollt am Dollboard (gunwale - Plattform für Artillerie) verstaut. Sie sollten gegen Schüsse kleineren Kalibers schützen. Hängematten auf US Navy Schiff 18. / 19. Jahrundert Im 18. Jahrhundert galt die Hängematte in Nordamerika noch immer als eine Neuheit. Die meisten Hängematten waren schmale Stabhängematten und somit wenig stabil und unbequem. Erst um 1880 wurden breitere Versionen entworfen die auch in Nordamerika anklang fanden. Im 19. Jahrhundert wurde aufgrund die Hängematte des Platzeinsparungspotential in Gefängnissen von Großbritannien eingesetzt. Sie wurde nur auf zwei Haken aufgehängt und konnte heruntergenommen, zusammengefaltet und verstaut werden. Die Gefangenen erkannten die Messingringe jedoch als wunderbare Waffe gegen Wärter und somit wurden die Hängematten wieder aus den Gefängnissen entfernt.
Die Hängematte in der Gegenwart
Heute benutzen weltweit über 100 Million Leuten die Hängematte täglich entweder als Bettersatz oder als Möbelstück. Nicht nur in Südamerika auch in Afrika, China, Philippinen und Pazifik ist die Hängematte inzwischen ein fester Bestandteil der Wohnkultur geworden. Die Hängematte ist ein platzsparender Reisebegleiter, der vor feuchtem Boden oder Ungeziefer schützt und auch für Wohlbeefinden sorgt. Denn bei Kindern verbessert das Liegen in der Hängematte die Körperhaltung, entwickelt den Gleichgewichtssinn und die Bewegungskoordinationen. (vgl. Kurier, 5.9.2004) Genießen auch Sie Ihre eigene Hängematte! Ob als Möbelstück in der Wohnung oder als Ersatz für Gartenmöbel.
Nicht umsonst wurden Hängematten (La Hamaca) - Geschenk der Götter genannt.
Wo entstand die Hängematte? Die meisten zentralen amerikanischen Länder einschließlich Mexiko, Guatemala, Nicaragua, El-Salvador und Costa-Rica – und südamerikanische Länder wie Brasilien und Equador – haben die Geschichte der Hängematte geprägt. Man nimmt an, dass der Ursprung der Hängematten vor ungefähr 1000 Jahren in Mittelamerika bei den Mayas zu finden ist. Diese beeindruckende hochentwickelte Kultur […]


